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Neukirchen ErFahren

Zwei Freunde besuchen mit dem Liegetandem 46 Neukirchen in der BRD. Hier ihr Bericht aus unserem Neukirchen.

Bild1: Wenig später werden wir angesprochen - die Nachbarin nähert sich schon von links (das habe ich tatsächlich jetzt erst entdeckt!)


Nach einigem Radeln, unter anderem auch durch Eckernförde, erreichten wir Neukirchen, wo wir direkt bei der Ortseinfahrt und bei dem obligatorischen Ortsschildselfie von einer Nachbarin angesprochen wurden. Sie wusste schon bereit, beguckte neugierig unser Gefährt und wies uns dann den Weg zu Herrn Carstensen, der im Gemeinderat sitzt und für uns "zuständig" war. Seine Frau und er vermieten Ferienwohnungen, und sie stellten uns eine zur Verfügung. Was für ein luxuriöses Ende der Reise, zwei Mal in Folge mit echtem Bett!

Bild2: Die neue Kirche von außen, mit Tilman


Bevor wir da hineinfielen, wollten wir aber natürlich noch Neukirchen kennenlernen.
Davor unterhielten wir uns noch mit einem Journalist einer Flensburger Zeitung, und fuhren für ein Foto viele Male an dem Ortsschild vorbei, dann wurde uns die Kirche gezeigt.
Eine wirklich neue Kirche! Vielleicht die neueste, da müsste ich noch mal nachschauen - im kommenden Jahr wird sie 400 Jahre alt. Die Kirche war trotz ihres geradezu jugendlichen Alters ziemlich schön, mit einem hübschen Flügelaltar und vor allem einem Blick direkt auf die Ostsee!

Bild 3: Tilman in der schlichten Kirche


Obwohl uns das Wetter nicht davon überzeugen konnte, noch ins Wasser zu gehen, wollten wir uns den Strand natürlich nicht völlig entgehen lassen und liefen deshalb den Weg hinter der Kirche zum Strand herunter. Ohne Baden, ohne Sonne und in Anbetracht der Möglichkeit, bald zu duschen, beschränkte sich unser Aufenthalt aber auf wenige Minuten.
Mit Herrn Carstensen ging es zurück zur Ferienwohnung, und nachdem wir uns vom gröbsten Schmutz befreit hatten, liefen wir zum kleinen Saal hinüber. In dem Raum saßen schon – neben Herrn Carstensen und seiner Frau – zwei weitere Ehepaare, die schon seit vielen Jahren in Neukirchen leben und sich im Dorf engagierten. Die eine Nachbarin hatten wir auch am Ortsschild schon getroffen!

Bild 4: Tilman vor weniger schlichtem Altar


Während wir dann lange schnackten und dabei von Thema zu Thema flogen (Tourerfahrungen, E-Autos, Dorfentwicklung, Leben in Mexiko, Probleme mit Tourismus, Radfernwege, Bauplätze, die von alten reichen Ehepaaren gekauft werden, die sich nicht mehr im Dorf einbringen, Auflösung der Feuerwehr, etc.), verspeisten wir auch noch große Teile eines riesigen Topfes mit Suppe.
Auch als wir nicht mehr konnten, wurde weitergeredet, dann auch nicht mehr mit vollem Mund. Um uns diese Möglichkeit der Unhöflichkeit auch weiterhin offenzulassen, wurden nun die süßen Snacks rausgeholt.

Bild 5: Kreuz für Seebestattungen direkt hinter der Kirche, mit Blick aufs Meer!


Bei den Gesprächen über unsere Zeit in den neuen Bundesländern erzählten wir, dass Tilman mir dort unter anderem Hallorenkugeln gezeigt hätte. Und siehe da, mein vorausschauendes Kaufen von gleich drei Packungen war von Vorteil gewesen: Eine war noch da, und so konnten wir auch etwas „Exotisches“ zum Süßigkeitentisch beitragen.

Bild 6: Der Kirchstrand - eine der weniger typischen Kirchenausstattungen


Dieser letzte gemeinsame Tourabend hatte mal wieder viel von dem, was die Tour für uns so außergewöhnlich gemacht hat: Viele nette Menschen, die uns bei sich aufnehmen, als würden wir dazugehören. So wurde uns wieder und wieder ermöglicht, Einblick zu nehmen in das Leben, die Vorzüge, aber auch die Probleme, von diesen tollen kleinen und größeren Gemeinden. Voller Eindrücke, mit vollen Mägen und einem gemütlichen Bett schliefen wir dann ein, und dieser Blog musste noch einige Tage warten, bis er endlich veröffentlicht wurde.

 

Nun aber zu heute: In ungewohnter Frühe wurde uns schon um 7:30 Uhr ein Frühstück bereitet. In dem großen Raum, in dem wir auch am gestrigen Abend bei der gemütlichen Abendzusammenkunft gesessen hatten, frühstückten wir dann zu zweit, und der Raum wirkte gleich viel größer. Der Tee wärmte uns ein bisschen und weckte unsere müden Gliedmaßen, und so waren wir nach einiger Zeit bereit, ein letztes Mal die Packtaschen zu befestigen.

 

Bild 7: Tilman sieht beim Frühstück direkt total ausgeschlafen aus!


Statt in „unsere“ Richtung loszufahren, machten wir aber erst Mal einen kleinen Umweg über das Ortsschild, wo wir auch gestern bei dem Fotoshooting mit Journalist schon viele Male vorbeigefahren waren. Im Nachbarhaus wohnte nämlich eine der Nachbarinnen, die am Abend zuvor dabei war, und die sich noch verabschieden wollte. Dabei machte sie erneut Fotos vor dem Ortsschild, was wir ja hinlänglich gewohnt waren, und schenkte uns zum Abschied zwei Äpfel aus dem eigenen Garten sowie zwei Tafeln Schokolade. Zwar werden wir Mühe haben, die restlichen Vorräte in den nächsten zwei Wochen aufzuessen, trotzdem war das natürlich super nett. Außerdem – hier kann ich in der Zeit ja mal springen – war es uns mühelos möglich, die Geschenke auch heute schon kulinarisch zu würdigen, wobei meine Freundin Hannah sich der Äpfel annahm!

Bild 8: Gestern schon ein paar Mal vorbeigefahren, heute schon wieder!


Nach diesem netten Treffen wendeten wir also das Tandem und fuhren nun in korrekter Ausrichtung auf den Ostseeküstenradweg. Vorbei an schönen Reetdachhäusern radelten wir einige Kilometer, wie gewohnt mit einigen Steigungen, am Radweg, bis wir auf eine größere Bundesstraße trafen. Diese hatte einen straßenbegleitenden Radweg, der nicht unbefahrbar war, und diesen Luxus konnten wir uns nicht entgehen lassen: Wir folgten der Straße bis Flensburg. Auch diese Stadt lud uns nicht ein, länger zu verweilen, im Gegenteil: Wie das bei Städten so üblich ist, waren wir als Radfahrer froh, als wir wieder draußen waren. Danach folgte noch ein kleiner Flugplatz, auf dem wir einige Flugzeuge beobachten konnten, dann waren wir weg aus der Stadt, weiterhin auf einem straßenbegleitenden Fahrradweg, und vor allen Steigungen der Ostküste geflohen. Die Kilometer hinter Flensburg waren quasi komplett flach, und je näher wir an die Küste kamen, desto flacher wurde das Land.

Heute ist der letzte Tag der langen Reise. Alles was wir uns vor der Tour ausgemalt hatten ist übertroffen worden. Jeder Tag hielt neue Begegnungen, Überraschungen und Besonderheiten bereit, die wir uns nicht schöner hätten ausmalen können. Einiges ist in diesem Blog beschrieben worden, vieles aber auch auf der Strecke geblieben. Sicher habe ich auch einige Fakten verdreht, Namen durcheinandergeworfen oder anderweitigen Unsinn geschrieben; natürlich nie in böser Absicht. Sollte euch irgendetwas derartiges auffallen, wenn ihr uns eine Anekdote, die wir vergessen haben, in Erinnerung rufen wollt, oder wenn ihr eine Frage habt (oder euch einfach nur melden wollt), schreibt uns gerne eine Mail an neukirchen.tour@gmail.com

Wer mehr sehen will schaut unter   neukirchen-tour.de