Westerholm

Das Dorf Westerholm liegt auf einem schmalen hohen Holm, der sich wie eine Halbinsel von Westen her zwischen den Mayen im Süden (Tal der Lippingau) und dem schmalen Tal der Querner Au im Norden erstreckt. Diese geografische Lage war namensgebend für den Ort, der 1472 erstmals nur als Holm und erst rd. 150 Jahre später als Westerholm genannt wird.

Westerholm gehörte nie zu Besitzungen von Adelsgütern. Alle freien Bauern unterstanden direkt dem König und der Hardesverwaltung in der Nieharde. Zwei Hardesvögte hatten ihren Sitz in Westerholm. Mit einem sogenannten Willkürsbrief hat sich die Dorfgemeinschaft bereits 1723 eine eigene Gemeindeordnung gegeben, um alle nachbarschaftlichen Angelegenheiten eigenverantwortlich und gleichberechtigt zu regeln. Das Dorfbild, das von Dreiseit-Höfen und größeren Hofanlagen geprägt wird, zeugt von dem wirtschaftlichen Erfolg der freien Bauern.

Im Jahre 1912 wurde für das gesamte Dorf eine genossenschaftliche Wasserversorgung gegründet. Ein 7 m hoher Wasserturm mit 100 m³ Fassungsvermögen wurde gebaut und ein Brunnen mit einer Tiefe von über 60 m gebohrt. Die Wasserförderung wurde von einem Windrad angetrieben. Nahtlose „Mannesmannrohre“ leiteten das Wasser bis an die Häuser. Ab 1935 wurde die Wasserförderung mit einem Elektromotor betrieben. Viele Reparaturen und die Versandung des Brunnens machten oft Probleme. 1961 wurde der Betrieb eingestellt und die Versorgung erfolgte vom Wasserwerk Steinbergkirche aus. Der Wasserturm steht heute unter Denkmalschutz.

Etwas außerhalb des Dorfes an der Straße nach Osterholm wurde 1879 ein Armenhaus als Gemeinschaftseinrichtung erbaut, beteiligt waren die Kirchspiele Quern, Steinberg, Sterup und ein Teil von Esgrus sowie die Dorfschaft Lutzhöft. Die Insassen verdienten ihren Unterhalt durch Mitarbeit in Haus und Hof. In dieser Form wurde das Haus bis 1938 betrieben. Danach wurde es zu einem Pflegeheim (Fürsorgeanstalt) umgewandelt, 1955 geschlossen und dann zu privaten Wohnzwecken verkauft.

Ab 1894 hatte Westerholm eine eigene Genossenschafts-Meierei, die bis 1960 in Betrieb war. Einziger Gewerbebetrieb im Dorf war eine Schmiede. Ein großer Stein vor der Esse weist die Jahreszahl 1718 aus, das wahrscheinliche Gründungsjahr. Auf neuem Standort wurde die Schmiede 1930 neu gebaut, sie wurde bis 1977 betrieben. Eine Sparkasse als Nebenstelle der Querner Spar- und Leihkasse in Nübelfeld (später Kreissparkasse) hatte von 1928 bis 1951 ihren Sitz in Westerholm.

Die heute wichtige Straßenverbindung nach Sterup wurde erst 1907 geschaffen und ist als Landesstraße auch Autobahnzubringer für den nordangelner Raum. Zuvor war diese Direktverbindung lediglich ein Fußweg mit einem Übertritt über die Lippingau.

In früheren Zeiten war die Geltinger Landstraße in Ost-West-Richtung die bedeutendere Straßenverbindung, an der sich auch die Bebauung des Dorfes reiht.

Westerholm wurde im Jahre 1871 eine Gemeinde, zu der auch ein Teil von Schiol gehörte. Im Rahmen der Gebietsreform im Jahre 1970 schloss Westerholm sich der Gemeinde Steinbergkirche an.

 

 

zusammengestellt, 09.01.2015
von Erich Petersen
mit Unterstützung von Jacob Möllgaard

Historische Ansichten von Westerholm

Baugenehmigung des Wasserturms:

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