Scheersberg

Der Scheersberg ist mit 69 m über NN die markanteste Höhe in Angeln. Der Ortsname wird 1510 erstmals mit Skarisbjerg genannt. Er entwickelt sich über Skiresberg, Schersberg, Skjærsbjerg (dän. = Berg mit Steinen) hin zum heutigen Scheersberg.

Der Scheersberg hat bereits in vorgeschichtlicher Zeit eine große Bedeutung gehabt. Am heutigen Standort des Bismarckturms lag früher ein hoher Grabhügel - Reweshog oder Raevenhoi genannt - und auf dem gesamten Scheersberg-Gelände gab es weitere Grabhügel und Urnengräber. Funde bei Ausgrabungen zeugen von einer frühen Ansiedlung der Menschen (Goldschmuck, Glasgefäße, Urnen, Bronze- und Eisengegenstände, Münzen aus der römischen Kaiserzeit). Die Funde deuten darauf hin, dass hier seit der jüngeren Steinzeit gesiedelt wurde.

Um 1870 wurde an dieser historischen Stelle von heimatverbundenen Menschen ein Pavillon als Treffpunkt errichtet. Ab 1899 plante man, an gleicher Stelle zum Gedenken an den früheren Reichskanzler Bismarck einen „Bismarckturm“ zu errichten und begann den Bau im Jahre 1900. Viele in Stein gemeißelte Namen auf den im Turm verbauten Granitquadern zeugen von dem hohen Spendenaufkommen, das den Bau erst ermöglichte; 1903 wurde der Turm eingeweiht und dient bis heute als Aussichtsturm. Der Aussichtsrundgang hat eine Höhe von 30 m. Der Turm ist zum Wahrzeichen der Region geworden und er ist eines der Symbole im Wappen der früheren Gemeinde Quern. Im Wappen der jetzigen Gemeinde Steinbergkirche findet sich der Zinnenkranz der Turmbrüstung als Symbol wieder.

Im Jahre 1927 wird nördlich des Bismarckturmes eine Turnhalle mit Jugendherberge erbaut. Sie wird nach dem Flensburger Landrat Wallroth benannt. Heute befinden sich im Wallroth-Haus der Speisesaal, die Küche, Tagungsräume und Unterkünfte der Internationalen Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg. Die Sportplätze sind noch einige Jahre vorher entstanden und bereits 1921 fand erstmals ein großes öffentliches Sportfest statt. Das Scheersbergfest ist bis heute ein jährlich stattfindendes überregionales sportliches Ereignis.

Der Jugendhof wurde 1959 erbaut und das Jahr 1960 gilt als Gründungsjahr der Internationalen Bildungsstätte Jugendhof (IBJ) Scheersberg. Es entstanden zusätzlich 1976 die Kreissporthalle (heute Scheersberghalle), 1973 ein Bettenhaus und 1980 ein Lern- und Werkzentrum. Die IBJ Scheersberg leistet ganzjährig kulturelle, soziale und politische Bildungsarbeit für junge Menschen und auch für Familien aus Deutschland und Europa – überregional und international, aber auch für Menschen aus den umliegenden Dörfer.

Im Jahre 1706 wurde auf dem Scheersberg auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Krugkate errichtet, die zeitweise zum Gut Nübel gehörte. 1883 wird sie nach einem Brand als Gaststätte wieder aufgebaut, später ist sie gesellschaftlicher Treffpunkt für Feierlichkeiten, Schulfeste, Konzert-, Theater- und Kinoaufführungen. Heute wird das Haus als Fitnessstudio betrieben.

Scheersberg gehörte größtenteils zur Gemeinde Quern. Ein Teil der Sportplätze, die Scheersberghalle und einige Wohnhäuser wurden 1973 von Steinbergkirche nach Quern umgemeindet; Scheersberg lag nun vollständig in der Gemeinde Quern (dazu Beschreibung Hattlundmoor); seit der Gemeindefusion im Jahre 2013 heißt die Gemeinde Steinbergkirche.

 

 

 

Quellen der Ortsnamen und Daten:

Chroniken des Kirchspiels Quern-Neukirchen, Bände I, II und II-2009
Topographie der Landschaft Angeln, Berthold Hamer, Bände I und II,
Jensen’s Angeln, Ausg. 1922

 

zusammengestellt 30.12.2014
Erich Petersen

 

 

 

 

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