Hattlundmoor

Der Ortsname Hattlund deutet auf Wald (dän. = Lund) evtl. lichter Wald und wird erstmals 1640 als Hattelund genannt. Die Siedlung südöstlich von Hattlund an der Straße von Steinbergkirche nach Quern wird 1723 als Hattlund Mohr, 1864 dän. = Hatlundmose und später Hattlundmoor benannt.

Eine Landstelle an der Wegegabelung nach Quernholz wird 1630 als „Kate bei Munckels Kreutze“ (Kreuz der Mönche) erwähnt. Mit der Bezeichnung Munkenskors wird diese Landstelle 1758 als Nübler Kate neu besiedelt. Munkenskors hat somit innerhalb von Hattlundmoor einen eigenen Namen gehabt, der heute offiziell nicht mehr verwendet wird.

Ein weiterer Teil von Hattlundmoor ist das Machisterholt, ein nordöstlich gelegenes 3 ha großes Waldstück mit altem Baumbestand.

Zwischen Machisterholt und der von Steinbergkirche nach Quern führenden Straße entstand in den Jahren 1900 bis 1903 auf einer Fläche von rd. 8 ha ein parkähnliches Gelände mit etwa 7 Karpfenteichen (in Handarbeit angelegt), über 1.000 Apfelbäumen und einem Gartenpavillon. Die Idylle stand auch der Öffentlichkeit als Ausflugziel zur Verfügung. Erst nach dem 2. Weltkrieg sind am Südrand entlang der Straße Wohnhäuser entstanden und jedes Grundstück hat einen Teil der damaligen Teich- und Parklandschaft übernommen.

In den Jahren 1972/73 wurde südlich der Straße auf einer freien Ackerfläche ein neues Grundschulzentrum mit 8 Klassenräumen, Fachklassen, Pausenhalle, Verwaltungsräumen, Sporthalle und Sportplatz gebaut, die die Schüler aus den Gemeinden Quern, Steinberg und Steinbergkirche aufnehmen sollte. Mit Beginn des neuen Schuljahres im Sommer 1973 wurde die Schule in Betrieb genommen und die bisherigen Schulen in Großquern, Norgaardholz und Bredegatt wurden geschlossen. Die in der Planungsphase vorgeschriebenen drei Vorschulklassen wurden als solche nie genutzt. Zeitweise waren dort die Amtsverwaltung und der Steruper Kindergarten untergebracht. Danach wurden diese Räume auch für schulische Zwecke und für die Betreute Grundschule genutzt.

Die als Vorschulklassen vorgesehenen Räume wurden 2013 als Kindergarten-Gruppenräume umgebaut und in einem Anbau wurden zwei Krippenräume, Sanitärräume ein Bewegungsraum, Küche und Personalraum neu erstellt. Im Spätsommer wurden die beiden bisherigen Kindergärten aus Quern und Steinbergkirche zusammengeführt und sie bezogen die neuen Räume mit dem neuen Namen: Kindertagesstätte Siebenstern.

Seit Gründung der Gemeinde Quern war Hattlundmoor ein Teil der Gemeinde. Als südlich der Straße auf der freien Ackerfläche die neue Schule gebaut wurde, war es nach den Richtlinien für die Schulbauförderung notwendig, dass das Gebiet zur Gemeindefläche Steinbergkirche gehörte. Es erfolgte daher eine Umgemeindung der Fläche bis einschl. zum o.g. Gehöft Munkenskors von Quern nach Steinbergkirche. Im Tausch bekam Quern eine Teilfläche auf dem Scheersberg.

Das Kuriosum der uneinheitlichen Benennung der vom Ortskern Steinbergkirche nach Quern führenden Straße (südlich Am Wasserwerk, nördlich Hattlundmoor) und der verwirrenden Hausnummernvergabe wurde 2010 durch interkommunale Verhandlungen beendet: seitdem heißt die Straße durchgehend Hattlundmoor und die Hausnummern sind neu geordnet.

Hattlundmoor gehört seit der Gemeindefusion im Jahre 2013 zur Gemeinde Steinbergkirche.

 

 

 

Quellen der Ortsnamen und Daten:

Chroniken des Kirchspiels Quern-Neukirchen, Bände I, II und II-2009
Topographie der Landschaft Angeln, Berthold Hamer, Bände I und II,
Jensen’s Angeln, Ausg. 1922

 

zusammengestellt 11.01.2015
von Erich Petersen

 

 

 

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